Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Bezahlbares Wohnen in Langenhagen ist für viele Familien längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Wer hier lebt oder ein Zuhause sucht, muss sich das Wohnen auch leisten können. Für mich ist klar: Wir brauchen mehr Wohnraum – aber mit Plan, Fairness und Augenmaß.

Wie ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Langenhagen?

Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich, besonders bei kleinen und bei großen Wohnungen. Geförderte Wohnungen entstehen derzeit unter anderem in Wiesenau und Godshorn – ein wichtiger Schritt, aber noch keine Lösung. Gleichzeitig ist der Mietspiegel politisch umstritten, und viele Mieterinnen und Mieter wissen schlicht nicht, ob die Miete, die sie zahlen, überhaupt angemessen ist. Genau diese Unsicherheit ist ein Teil des Problems.

Was tun, wenn Mieten aus dem Ruder laufen?

Wohnungsbau allein reicht nicht. Wir müssen auch dort hinschauen, wo Mieten aus dem Ruder laufen. Deshalb setze ich mich für ein Portal gegen Mietwucher ein: eine niedrigschwellige Anlaufstelle, bei der Mieterinnen und Mieter sich informieren, auffällige Mietpreise melden und Unterstützung erhalten können. Wer überhöhte Mieten verlangt, soll nicht damit rechnen können, dass es niemandem auffällt. Gegen Mietwucher dürfen wir nicht nur reden – wir müssen handeln.

Wie nutzen wir vorhandenen Wohnraum besser?

Für mich gilt: Wohnraum soll in erster Linie zum Wohnen da sein. Leerstand müssen wir systematisch erfassen und wieder in Nutzung bringen. Und Kurzzeitvermietung müssen wir dort begrenzen, wo sie dringend benötigten Wohnraum dem normalen Mietmarkt entzieht. Jede Wohnung, die wir zurückgewinnen, ist eine Wohnung, die wir nicht neu bauen müssen – das ist günstiger, schneller und schont die Flächen unserer Stadt.

Was bedeutet mehr Wohnraum für Verkehr und Parken?

Mehr Wohnungen bedeuten mehr Menschen – und häufig auch mehr Autos. Wer neue Quartiere plant, ohne den Parkraum mitzudenken, verlagert das Problem nur in die Nachbarstraßen. Anwohnerparkplätze und Stellflächen gehören deshalb von Anfang an in die Planung, nicht als Nachbesserung, wenn der Ärger schon da ist.

Dasselbe gilt für die gesamte Infrastruktur: Kitas, Schulen, Straßen, Nahverkehr und Einkaufsmöglichkeiten müssen den zusätzlichen Bedarf bewältigen können. Ein Baugebiet ohne Kita-Platz ist kein Fortschritt, sondern eine Verlagerung des Problems auf die Familien, die dort einziehen.

Wie bleibt Langenhagen dabei Langenhagen?

Bei aller Entwicklung dürfen wir nicht vergessen, was unsere Stadt ausmacht: unsere gewachsenen Ortsbilder und die Identität unserer Stadtteile. Godshorn ist nicht Kaltenweide, und Krähenwinkel ist nicht Wiesenau. Das „Godshorner Grün" kann ein Anfang sein, um genau das zu sichern – ein Maßstab dafür, dass Neubau sich in einen Ortsteil einfügt, statt ihn zu überformen.

Meine drei konkreten Vorhaben

  1. Ein Portal gegen Mietwucher – Anlaufstelle für Information, Meldung und Unterstützung, umgesetzt im ersten Jahr meiner Amtszeit.
  2. Ein Leerstandskataster für Langenhagen, damit wir überhaupt wissen, wie viel ungenutzter Wohnraum vorhanden ist, und ihn gezielt aktivieren können.
  3. Parkraum und Infrastruktur verbindlich mitplanen – kein neues Baugebiet ohne belastbares Konzept für Stellplätze, Kita-Plätze und Nahverkehrsanbindung.

Langenhagen soll wachsen – aber mit Plan. Bezahlbarer Wohnraum, faire Mieten, ausreichend Parkraum, eine starke Infrastruktur und der Erhalt unserer Ortsbilder gehören für mich zusammen. Denn eine lebenswerte Stadt entsteht nicht durch mehr Häuser, sondern durch gute Entscheidungen.

Lassen Sie uns ins Gespräch kommen

Haben Sie Anregungen zu meinen Plänen für bezahlbares Wohnen in Langenhagen? Schreiben Sie mir oder informieren Sie sich weiter über meine Ziele für unser Langenhagen.

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