Die Zustände am Silbersee sorgen weiter für Diskussionen. SPD-Bürgermeisterkandidat Lars Barlsen übt deutliche Kritik und fordert ein konsequenteres Vorgehen der Stadt gegen Vermüllung und Regelverstöße.


„Wir haben am Silbersee kein Regelungsdefizit, sondern ein Vollzugsdefizit“, sagt Barlsen. Gerade an stark frequentierten Tagen entstehe der Eindruck, dass Vorschriften nicht ausreichend kontrolliert würden. Das beeinträchtige nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch das Sicherheitsgefühl vieler Besucher.


Barlsen verweist in diesem Zusammenhang auf seine bereits vorgelegte Sicherheitsstrategie für den Silbersee in Langenhagen (https://lars-barlsen.de/massnahmen-silbersee). Darin seien konkrete Maßnahmen wie eine stärkere Präsenz des Ordnungsdienstes, gemeinsame Streifen mit der Polizei sowie ein konsequentes Einschreiten bei Regelverstößen klar benannt. Ziel sei es, frühzeitig einzugreifen, Konflikte zu vermeiden und Regelverstöße gar nicht erst entstehen zu lassen.


In der Debatte um ein mögliches Grillverbot zeigt er sich zurückhaltend. Ein solches Verbot sei nur dann sinnvoll, wenn es auch tatsächlich kontrolliert werden könne. „Ein Verbot, das nicht durchgesetzt wird, bleibt ein zahnloser Papiertiger“, warnt Barlsen. Die Bürgerinnen und Bürger hätten zu Recht die Erwartung, dass beschlossene Regeln auch gelten.


Grundsätzlich unterstützt die SPD-Fraktion die Kampagne „Sauber macht schöner“, die derzeit am Silbersee läuft und auf Prävention und Aufklärung setzt. Gleichzeitig betont Barlsen, dass dies allein nicht ausreiche. „Prävention ist wichtig, aber sie ersetzt keine konsequente Ahndung von Verstößen.“


Für den Bürgermeisterkandidaten steht fest: Der Silbersee müsse wieder zu einem Ort werden, an dem sich Menschen sicher und wohl fühlen können – und zugleich die Natur geschützt wird. „Wir tragen auch Verantwortung für die Tiere und die Umwelt am Silbersee. Sauberkeit und Ordnung sind dafür eine Grundvoraussetzung.“